CrossFit – ein Selbstversuch

CrossFit: Was steckt hinter dem Trendsport? Wer brachte ihn in die Schweiz? Die Suche nach Antworten mit Hilfe eines Selbstversuches.

Das offizielle CrossFit Logo, Quelle: CrossFit.com

Um CrossFit kommt man heute fast nicht mehr herum, früher oder später hört oder liest man davon, vielleicht sieht man per Zufall im TV oder Internet etwas darüber. Der Sport hat einen enormen Zulauf an neuen Mitgliedern und bekommt auch von der Presse immer wie mehr Aufmerksamkeit. Doch um was es bei CrossFit genau handelt, ist noch lange nicht allen klar. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen.

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Herkunft & Erfinder

Die wohl kürzeste Beschreibung von CrossFit:

“a strength and conditioning system built on constantly varied, functional movements executed at high intensity”

Greg Glassman

“ein Kraft- und Konditionstraining, aufgebaut auf ständig variierenden, funktionellen Bewegungen, ausgeführt mit hoher Intensität”

Greg Glassman

CrossFit kommt aus den USA und wurde im Jahr 2000 vom ehemaligen Gymnastik-Turner Greg Glassman in Santa Cruz, Kalifornien gegründet. Beruflich hatte der heutige Selfmade-Millionär jedoch schon viel früher mit der Branche zu tun: seine erste Anstellung als Coach hatte er 1974, als er als 18 jähriger College-Student in Pasadena andere Turner zu unterrichten begann. “Coach” wurde über die Jahre zu seinem Übernamen, Glassman wird heute noch so genannt.

Greg_Glassman_Vortrag

Greg Glassman, CrossFit CEO [Foto: CrossFit.com]

1980, in seiner Zeit als Trainer für Elite-Athleten, kam Coach Glassman zur Erkenntnis, dass der beste Weg zur optimalen Fitness nicht durch Spezialisierung, sondern durch Vielseitigkeit erreicht wird. Daraus entstand ein Trainingskonzept mit einer Kombination von Übungen aus der Gymnastik, dem Gewichtheben, Strongman, dem Turnen, sowie dem Ausdauersport. Im Fokus stand die Entwicklung von 10 körperlichen Fähigkeiten:

  1. Herz-Kreislauf-/Atem-Ausdauer (cardiovascular endurance)
  2. Kondition (stamina)
  3. Stärke (strength)
  4. Gelenkigkeit (flexibility)
  5. Kraft (power)
  6. Schnelligkeit (speed)
  7. Koordination (coordination)
  8. Geschicklichkeit (agility)
  9. Genauigkeit (accuracy)
  10. Gleichgewicht (balance)

Wenn man sich diese zehn Punkte in der Gesamtheit ansieht, scheint es so, als wolle Glassman mit seinem Trainingskonzept die viel zitierten eierlegenden Wollmilchschweine heranzüchten, welche “alles” können. Glassman will in der Tat keine Spezialisten,  die nur auf einem Gebiet “perfekt” sind, sondern Allrounder, die für alles mögliche vorbereitet sind. Leute, die sich den gegebenen Bedingungen schnell anpassen können. Wenn hier etwas perfektioniert wird – so scheint es – dann ist es die Vielseitigkeit.

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